12 Tipps für das Marketing im Handwerk

Ein gut durchdachter Marketing-Mix hilft, sich auf dem Markt zu positionieren, Werbekosten zu sparen, neue Kunden zu gewinnen, bestehende Kunden zu halten und neue Mitarbeiter auf sich aufmerksam zu machen. In diesem Artikel möchten wir Ihnen zeigen, wie Sie als Handwerksbetrieb Ihr Marketing verbessern können. 

Die Werbewelt ist riesig und bietet unzählige Möglichkeiten. Wir beschränken uns daher auf die unserer Meinung nach wichtigsten Marketing-Tipps speziell für Handwerker.

1) Zielgruppendefinition – Kennen Sie Ihre Kunden!

Bevor Sie Geld für Werbung in die Hand nehmen, sollten Sie sich im Klaren darüber sein, wer genau Ihre Kunden sind und welche Wünsche und Bedürfnisse sie haben. Nur wenn Sie die Zielgruppe für Ihr Handwerk wirklich kennen und verstehen, können Sie Ihre Marketingaktivitäten im Handwerk richtig ausrichten, potentielle Kunden richtig ansprechen und auf die Probleme und Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe eingehen. Am besten befragen Sie zunächst Ihre eigenen Kunden oder sichten bisherige Aufträge. Daraus lässt sich unter anderem das Einzugsgebiet herleiten. Suchen Sie überdies zum Beispiel auch nach Marktanalysen und Studien, die Aufschluss über die demographischen Merkmale wie Alter, Geschlecht und Einkommen in Ihrer Handwerksbranche geben. So sollte es Ihnen leichter fallen, die Zielgruppe zu definieren.

2) Status-quo-Analyse Ihres Handwerksbetriebs

Erfassen Sie, welche Marketingaktivitäten Ihr Handwerksunternehmen bisher durchgeführt hat. Gab es in der Vergangenheit bereits einen Marketingplan? Welche Kanäle waren darin abgedeckt und gab es ein Werbebudget? Wie erfolgreich waren Ihre bisherigen Marketingaktivitäten im Handwerk? Auf welche Orte war Ihre Werbung bisher ausgerichtet? Nehmen Sie eine Bewertung der bisherigen Aktivitäten vor und überlegen Sie auf dieser Grundlage, welche Aktionen sinnvoll wären, sie weiterzuführen und welche nicht.

3) Verwenden Sie eine Kundendatenbank

Darin erfassen Sie alle Kundenaufträge, Adressen und Notizen. Hinterlegen Sie zum Beispiel die Geburtstage Ihrer Kunden und verschicken Sie Glückwunsch-E-Mails automatisch. Ein Newsletter-Programm können Sie bequem mit Ihrer Kundendatenbank verbinden und einstellen, wann eine vorgefertigte E-Mail automatisch verschickt werden soll. Fragen Sie zum Beispiel einen Monat nach Fertigstellung eines Auftrags nach der Zufriedenheit des Kunden. Dadurch bleiben Sie mit Ihrem Handwerksbetrieb bei Ihren Kunden präsent. 

4) Social Media im Handwerk

Über soziale Netzwerke haben auch Handwerker die Möglichkeit, direkt mit ihren Kunden in Kontakt zu treten. Durch die enorme Reichweite von Facebook zum Beispiel können Handwerksbetriebe ihre Kunden dort einfach erreichen. Veröffentlichte Bilder zu den eigenen Leistungen geben einen ersten Eindruck zur Unternehmensqualität. Durch die Möglichkeit, soziale Netzwerke als Werbeplattform für Handwerker mit gesponserten Posts zu verwenden, erhalten Sie zusätzliche Reichweite und vergrößern die Wahrscheinlichkeit, neue Webseitenbesucher und folglich mehr Kunden zu gewinnen.

Zudem können Sie Ihre zufriedenen Kunden dazu einladen, Ihre Facebook-Seite zu liken und zu abonnieren. Dadurch erhalten Ihre Kunden stets alle Informationen über Aktuelles auf Ihrem Facebook-Profil. Darüber hinaus ist die Bewertungsfunktion eine gute Möglichkeit, um durch positive Rezensionen hervorzustechen. Bei negativen Bewertungen haben Sie die Möglichkeit, direkt in den Dialog mit dem Bewertenden zu gehen. 

Social Media im Handwerk ist je nach Spezifikation unterschiedlich. Sind Sie beispielsweise ein Möbelbauer, können Möbelstücke gut über Instagram oder Pinterest präsentiert werden.

5) Einheitlichkeit und Wiedererkennungseffekt durch Corporate Design im Handwerk

Sorgen Sie mit einem Corporate Design für ein einheitliches Auftreten. Setzen Sie Ihr Unternehmen auf Briefbögen, Visitenkarten, Schildern und anderen Werbedrucken durch einheitliche Farben und Schriften in Szene, um den Wiedererkennungswert Ihres Handwerksbetriebs zu erhöhen.

Dazu gehört auch die Kleidung Ihrer Mitarbeiter. Am besten passen Sie die Arbeitskleidung den Unternehmensfarben an. Sie sollte außerdem das Firmenlogo sowie den Namen des Mitarbeiters enthalten. Auch wenn der Leitsatz „Kleider machen Leute“ eher wie ein Vorurteil klingt, wird er von vielen ernst genommen. Daher sollte ein einheitliches Auftreten auch auf der Baustelle zur Unternehmenskultur gehören.

Ein weiteres Mittel, um bei Kunden und Geschäftspartnern in Erinnerung zu bleiben, sind Visitenkarten für Ihr Handwerk. Mit einem hochwertigen Design können Sie auch hier einen guten Eindruck hinterlassen – und die Kunden sowie Partner haben Ihre Adresse und Telefonnummer schnell parat. Die Umsetzung von Visitenkarten für Handwerker ist außerdem denkbar einfach.

Auf der Baustelle ist es sinnvoll, ein Werbeplakat am Baugerüst anzubringen, sodass Passanten sofort erkennen, wer hier am Werk ist. Auch für Lieferanten ist dies von Vorteil.

6) Belohnen Sie Kundentreue mit Treueaktionen!

Kunden, die immer wieder zu Ihnen kommen, sollten eine Belohnung erhalten. Geben Sie beispielsweise nach der neunten Wartung die zehnte kostenlos. Dokumentieren Sie dies durch die Vergabe von Bonusheften. Die Kundentreue können Sie ebenfalls in der Kundendatenbank anhand der Anzahl der Aufträge erfassen. Belohnen Sie Ihre Kunden mit einer automatisch verschickten E-Mail inklusive eines Gutscheins.

7) Einträge in Handwerkerportale

Ein wichtiges und gleichzeitig einfaches Mittel, um gefunden zu werden, sind Einträge in Handwerkerportalen. Verwenden Sie Eintragungen in Online-Branchenbüchern wie beispielsweise myhammer, um dort für Aufträge verfügbar zu sein. Nutzen Sie sowohl allgemeine Handwerkerportale als auch Portale speziell für Ihre Branche, um Ihre Reichweite zu vergrößern. Häufig sind diese Plattformen sogar kostenlos. 

8) Mehr Sichtbarkeit in Suchmaschinen durch local SEO

Durch SEO (Suchmaschinenoptimierung) für Ihren Handwerksbetrieb sorgen Sie dafür, dass Ihr Handwerksunternehmen in Google gefunden werden kann. Voraussetzung ist, dass Ihre Webseite technisch gut funktioniert und regelmäßig mit hochwertigen Inhalten angereichert wird. Um regional gefunden zu werden, ist eine Eintragung in Google My Business sehr zu empfehlen. Damit bieten Sie eine Bewertungsfunktion und sind in der Google-Suche sowie in Google Maps besser auffindbar. Darüber hinaus lässt sich dadurch die Route zu Ihnen planen und Sie können Ihre Telefonnummer sowie Ihre Öffnungszeiten hinterlegen.

9) Mehr Seitenbesucher durch Google Ads

Um sicher zu gehen, dass sie bei hart umkämpften Suchbegriffen ganz oben in den Suchergebnissen erscheinen, können Sie Google Search Ads schalten. Dabei bestimmen Sie selbst, bei welchen Suchanfragen Sie ausgespielt werden wollen. Die Vorteile liegen auf der Hand:

 

  • Sie bezahlen nur für Ihre Werbung, wenn jemand auf die Anzeige geklickt hat.
  • Sie bestimmen nur die für Sie relevanten Keywords.
  • Die Anzeigen werden gut sichtbar auf der ersten Seite von Google angezeigt.
  • Nutzer, die aktiv auf der Suche nach einem Handwerksbetrieb sind, werden direkt und lösungsorientiert angesprochen.
  • Es gibt viele Eingrenzungsmöglichkeiten, u. a. durch die Ausspielung auf regionaler Ebene

 

Die Wahrscheinlichkeit in den Suchergebnissen angezeigt zu werden, erhöhen Sie durch Ihr Maximalgebot (den Preis, den Sie pro Klick auf die Anzeige bereit sind zu zahlen) und über die Relevanz Ihrer Anzeigentexte. Letztere gewinnen Sie, indem Sie die wichtigen Keywords auf Ihrer Seite sowie in den Anzeigen verwenden. Mit welchen Keywords nach Handwerksbetrieben gesucht wird, können Sie übrigens im Google-Keyword-Planer recherchieren. Dieser steht Ihnen zur Verfügung, sobald Sie bei Google Ads Anzeigen schalten.

10) Fahrzeugwerbung für Handwerker

Ein in der Regel leicht umzusetzendes Werbemittel: Statten Sie Ihren Fuhrpark mit Logo, Firmennamen, einer Leistungsbeschreibung in Stichpunkten und mit einer Telefonnummer aus. Verwenden Sie dabei die Firmenfarben und Schriften (Corporate Design), die Sie auch auf anderen Werbeträgern verwenden, damit Sie ein einheitliches Bild und einen Wiedererkennungseffekt für Ihren Handwerksbetrieb erschaffen.

11) Erstellen einer modernen und professionellen Internetpräsenz

Etwas aufwendiger als der vorherige Punkt gestaltet sich die Erstellung einer professionellen Webseite für Ihr Handwerk. Galt sie früher lediglich noch als Pluspunkt, ist sie für die Konkurrenzfähigkeit heutzutage ein wichtiges Must-have. Durch eine sorgfältige und ansprechende Gestaltung sowie informative Erklärungen zu Ihren Leistungen heben Sie sich von Wettbewerbern ab und können durch ein Kontaktformular Aufträge gewinnen. Über eine Abonnier-Option für einen Newsletter sorgen Sie für Newsletter-Anmeldungen. So können Sie Ihre Bestandskunden auf dem Laufenden halten und zu neuen Aufträgen animieren.

Mit Ihrer Website können Sie gezielt Online-Marketing betreiben. Durch SEO, Social-Media-Marketing oder Google Ads holen Sie Besucher auf Ihre Seite und erhöhen die Chance auf neue Aufträge. In Ihrem Blog schreiben Sie Artikel und nutzen die Möglichkeit, sich hierbei als Experte für Ihr Handwerk zu positionieren. Die Blogbeiträge können Sie wiederum in den sozialen Netzwerken veröffentlichen oder bewerben. Darüber hinaus eignet sich eine Webseite zur Gewinnung neuer Mitarbeiter. Offene Vakanzen veröffentlichen Sie einfach in einer eigenen Karriere-Kategorie.

Das Verwalten und Warten einer Webseite sowie das Aussteuern eines Online-Marketing-Mixes erfordert Zeit und Arbeit, ist aber durchaus lukrativ und zeitgemäß. Sollte Ihnen die Zeit oder Kompetenz dafür fehlen, können Sie auch die Beauftragung eines Dienstleisters in Erwägung ziehen.

12) Mobilfreundliche Webseite durch responsive Design

Wenn Sie eine Webseite erstellen, sollten Sie sich vor Augen führen, dass mittlerweile mehr Google-Suchanfragen über das Smartphone getätigt werden als über den PC. Je nach Branche kann der Wert zwar variieren, davon unabhängig ist jedoch, dass eine mobilfreundliche Seite für Google ein wichtiger Rankingfaktor ist. Außerdem sind Sie für den Nutzer besser erreichbar, stellen sich professionell dar und verringern durch eine bessere Bedienbarkeit die Wahrscheinlichkeit eines Absprungs durch den Nutzer.

Das sind unsere Tipps für das Marketing im Handwerk. Wir hoffen, dass Sie ein paar nützliche Informationen mitnehmen können. Gerne helfen wir Ihnen bei der Umsetzung Ihrer Marketingaktivitäten. Wir freuen uns auf Ihren Kontakt.

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